Verschlüsselung nach Diffie / Hellmann (Diffie-Hellmann-Key-Exchange)

Es soll hier nur skizzenhaft angedeutet werden wie die Verschlüsselung nach Diffie-Hellmann funktioniert. Symetrische Verschlüsselungsverfahren benutzen für Verschlüsselung und Entschlüsselung den gleichen (geheimen) Schlüssel. Damit besteht bei der notwendigen Weitergabe von geheimen Schlüsseln immer die Gefahr des Ausspähens. Um dieser Gefahr zu begegnen wurde 1976 mit einer Idee von W. Diffie und M.E. Hellmann das Gebiet der Public-Key-Kryptologie begründet. Das Hauptcharakteristikum eines Public-Key-Verfahrens ist, dass die Schlüssel zweigeteilt sind in einen öffentlichen und in einen geheimen Teil. Mit Hilfe des öffentlichen Teils können Kommunikationspartner des Eigentümers des öffentlichen Schlüssels eine Nachricht verschlüsseln nicht jedoch wieder entschlüsseln. Dies liegt in den Eigenschaften der Verschlüsselungsfunktion begründet - zum Einsatz kommen hier sogenannte Einbahnfunktionen mit Falltür. Diese Funktionen heissen so, weil ihre Berechnung effizient möglich ist, ihre Umkehrfunktion aber nur sehr schwer bzw. mit vertretbaren Mitteln garnicht. Hat man aber einen bestimmte Zusatzinfomation (den geheimen Teil des Schlüssels) läßt sich die Entschlüsselung effizient durchführen (Tanenbaum et al., 1996). Ein wichtiger Vertreter dieser Gattung von Kryptographieverfahren ist der RSA-Algorithmus.